Positionierung über Qualität

Seit Jahren schließen in Deutschland mehr und mehr Bäckereibetriebe. Glaubt man der Statistik des Deutschen Bäckereihandwerks, schließt jeden Tag ein Meisterbetrieb für immer seine Türen. Also kein Geschäftsmodell für die Zukunft? Sebastian Däuwel, unzufriedener Diplom-Betriebswirt, hatte nur einen Wunsch: gutes Brot, so wie früher, als Brot noch wie Brot schmeckte. Ihm waren die 08/15-Brote mit vielen Zusatzstoffen ein Graus. Sein Ziel: „Ein geiles Brot zu backen, das schmeckt und eine Woche hält und mit Leuten zu arbeiten, die Spaß an ihrem Job haben.“ Däuwel gibt seinen Job auf, lernt Bäcker und baut seit 2016 das Start-up Die Brotpuristen auf. Puristen? Es gibt nur fünf Brotsorten, keine Brötchen, keine Teilchen oder Kuchen. Nachtarbeit gibt es in dem Unternehmen nicht. Man fängt morgens mit dem Backen an, der Laden wird am Nachmittag geöffnet. Bestellt werden muss online, so dass immer nur die richtige Menge produziert wird. Ergebnis: Die Brotpuristen haben keine Kunden, sie haben Fans. Und Fans kommen und bleiben nur, wenn Qualität geliefert wird.


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